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Abstieg zur Io
32. Orbit führt Galileo wieder zum Höllenmond und in den Strahlungsgürtel des Jupiter 12. 10. 2001 Ein weiterer Vorbeiflug der NASA-Raumsonde Galileo führt diesmal über den Südpol des Vulkanmondes. Auch diesmal wird mit aufsehenerregenden Bildern und spektakulären Entdeckungen gerechnet. Mehr über Galileos 32. Anflug auf den Jupiter. Über den Vulkanen von Io NASA-Sonde Galileo absolviert erneuten Vorbeiflug am Jupitermond - erneut kaum Probleme 6. 8. 2001 Erneut hat die NASA-Planetensonde Galileo einen Vorbeiflug am Riesenplanten Jupiter absolviert und dabei vor allem den innersten der galileischen Monde, Io, in's Visier genommen. Um 6:59 Uhr MESZ zog das Raumfahrzeug in einer Höhe von nur 200 km in der Nähe des Nordpols über der Oberfläche des vulkanisch hochaktiven Mondes hinweg. Der Abstieg zur Io ist immer eine kritische Flugphase, da die Sonde dafür den Strahlungsgürtel des Jupiters durchqueren muß. Die dort herrschenden Verhältnisse können die Elektroniken der Experimente und Steueranlagen empfindlich beeinträchtigen oder sogar schädigen. Aber auch diesmal ging alles soweit gut, bis auf einen zeitweiligen Ausfall der Kamera, wodurch 9 der geplanten 16 Aufnahmen von der Iooberfläche nicht gewonnen werden konnten. Dennoch sind die Wissenschaftler mehr als zufrieden, denn zum einen lag das Hauptaugenmerk dieses Vorbeifluges auf der Messung der Magnetfelder um den Mond (man möchte herausfinden, ob Io wie die anderen großen Jupitermonde ein eigenes Magnetfeld produziert) und zum anderen ist die Lebensdauer von Galileo bereits weit über die Auslegungsdauer hinaus, so daß die Wissenschaftler für jedes Quäntchen Daten, das die Sonde zusätzlich produziert dankbar sind. Noch ist nicht klar, ob das Raumfahrzeug bei der Überquerung die Gaswolke eines Vulkans durchquert hat. Die Flugroute führte genau über den zuletzt noch hochaktiven Tvashtar hinweg. Erst in den nächsten zwei Monaten, wenn Galileo alle Daten zur Erde übermittelt, wird klar werden, wie aktiv die Tvashtar-Region wirklich ist. Der heutige Vorbeiflug ist der insgesamt 31. seit Galileos Einschwenken in den Jupiterorbit am 7. Dezember 1995. Am 16. Oktober wird die Raumsonde erneut an Io vorbeifliegen - diesmal näher über dem Südpol. Galileo entdeckt einen variablen Stern Scheinbare Fehlfunktion des Sternsuchers der Sonde beruhte auf kaum bekannter Veränderlichkeit des Sterns Delta Velorum 21. 3. 2001 Eine ungewöhnlich Entdeckung, die eigentlich nicht mit der eigentlichen wissenschaftlichen Forschung der Raumsonde zusammenhängt, gelang durch den puren Zufall, daß das, was für eine Geräteunregelmäßigkeit gehalten wurde, tatsächlich eine Sternenveränderlichkeit war. Der Sternsucher der Sonde, mit dessen Daten die genaue Lage und Ausrichtung des Raumfahrzeugs bestimmt wird, hatte den Stern Delta Velorum unerklärlicherweise verloren. Durch Zufall stellte sich Monate später heraus, daß nicht das Gerät unregelmäßig arbeitete, sondern der Stern seine Helligkeit änderte. Mehr dazu hier => Vorbereitung für Kallisto-Vorbeiflug läuft NASA-Raumsonde GALILEO führt Bahnkorrekturmanöver durch - letzte Verlängerung der Mission für fünf Vorbeiflüge 7. 5. 2001 Erneut bereitet sich die NASA-Jupitersonde GALILEO auf einen nahen Vorbeiflug an einem Mond des Riesenplaneten vor. Am 25. Mai soll GALILEO am Mond Kallisto vorbeifliegen, der inzwischen 30. Vorbeiflug an einem dieser Himmelskörper. Um diesen Vorbeiflug optimal durchführen zu können wurden heute zum 94. Mal die kleinen Triebwerke des Raumfahrzeuges gezündet, um die Flugbahn entsprechend zu korrigieren. Üblicherweise finden pro Umlauf 3 bis 4 solcher Bahnkorrekturmanöver ("Orbit Trim Manöver" - OTM) statt. Eines etwa 3 bis 4 Tage vor dem Vorbeiflug um den Anflug feineinzustellen, eines 3 bis 4 Tage nach dem Vorbeiflug, um etwaige Fehler zu korrigieren und eines, wenn sich die Sonde im fernsten Punkt ihrer Bahn ("Apoapsis", oder im Jupitersystem auch "Apojovum") befindet, weil hier der Treibstoffaufwand am geringsten ist, um große Änderungen an der Bahn zu erhalten. Die Galileo-Ingenieure bemerken gerne, daß die Lebensspanne der Sonde inzwischen die Gewährleistungsfrist weit übertroffen habe. Nach dem erfolgreichen letzten Vorbeiflug an Jupiter und Io im Zusammenspiel mit der Raumsonde CASSINI Ende letzten Jahres ist von der NASA im März eine letzte Verlängerung der Mission für fünf weitere Jupiterorbits gewährt worden, bevor die Sonde 2003 in die Jupiteratmosphäre gelenkt wird. Davor steht unter anderem noch ein Vorbeiflug in 500 km Entfernung an Jupiters innerstem Mond Amalthea im November 2002 und ein Durchfliegen der Staubringe um den Riesenplaneten zur Messung der Plasma- und Partikeldichte. Das Ende von GALILEO ist eigentlich schon seit längerem absehbar, da durch die inzwischen mehrfache Passage des Jupiter-Strahlungsgürtels einige Instrumente in Mitleidenschaft gezogen wurden. Entgegen aller Erwartungen funktioniert die Raumsonde aber im allgemeinen noch mehr als zufriedenstellend. Zur augenblicklichen Position GALILEOS siehe hier. Quelle: Galileo-Homepage der NASA Galileo sucht nach Polarlichtern auf Ganymed NASA-Raumsonde absolviert Vorbeiflug am größten Mond des Sonnensystems - Anhaltspunkte für unterirdischen Salzwasserozean gefunden
30. 12. 2000 Die NASA-Raumsonde GALILEO,
die sich bereits seit fünf Jahren im Jupitersystem aufhält, ist
vorgestern erneut nahe am Jupitermond Ganymed vorbeigeflogen. Dieser Vorbeiflug
war zeitlich so gelegt worden, daß sich der Monde gerade im Schatten
des Riesenplaneten befand, so daß die Forscher nun hoffen, auf den
Aufnahmen des Raumfahrzeugs die lichtschwache Aurora zu erkennen, die aus
der Wechselwirkung von Teilchen aus dem Strahlungsgürtel des Jupiters
und der dünnen Ganymedatmosphäre entstehen.
Inzwischen hat auch die Auswertung der Daten des letzten Vorbeiflugs im Mai ergeben, daß es Hinweise für das Vorhandensein einer flüssigen Salzwasserschicht etwa 200 km unter der Oberfläche des Mondes gibt. Bisher wurde dies nur von den Geschwistermonden Europa und Kallisto angenommen. Gestern hat die Sonde dann erneut den Strahlungsgürtel des Jupiters passiert. Dabei ist sie erneut hohen Dosen von Strahlung ausgesetzt gewesen, die die Instrumente beeinträchtigen können. Dies hat laut heutigem Bericht zu Unregelmäßigkeiten im Kamerasytem geführt, von dem ein Warnsignal empfangen wurde. Auch wurde im nichtrotierenden Teil des Raumfahrzeug ein Computerreset ausgelöst. Erst in einigen Tagen dürfte bekannt sein, wie groß der Gesamtschaden an den System der Sonde ist, dennoch scheint sie es erneut relativ gut überstanden zu haben.(Quelle: JPL) Mehr zum Ganymed-Vorbeiflug! Jupitermond Io: Ein Rückblick in die vulkanische Vergangenheit der Erde Der wohl feurigste Platz im Sonnensystem gibt weitere Geheimnisse preis 26. 10. 2000 Der ungemütlichste Ort den ein Mensch je betreten könnte, ist der Jupitermond Io. Seine Nähe zum Riesenplaneten macht ihn zum Spielball der Anziehungs- und Magnetkräfte, die dort wirken, und den kleinen Mond so durchwalken, daß seine Kruste unaufhörlich aufbricht und riesige Vulkane immense Lavaseen und -ströme produzieren und gigantische Mengen an schwefeldioxidhaltigen Aschewolken bis weit in den Weltraum hinaus ausstoßen. Die kürzlichen Vorbeiflüge der NASA-Raumsonde Galileo enthüllten neue faszinierende Geheimnisse des Rätselmondes und warfen neue Fragen auf, wie die über die Identität einer bisher noch nicht beobachteten Substanz auf dem Mond. Mehr darüber gibt es hier. Die Bahnen und Positionen von Galileo und Cassini im Jupitersystem
Eine Wasserwelt unter der Eiskruste Europas? Meßergebnisse der Raumsonde Galileo deuten stark auf einen Salzwasserozean unter der Oberfläche des Jupitermondes hin Die
Auswertungen der Meßwerte des Magnetometer-Instruments der Raumsonde
Galileo von ihrem letzten Vorbeiflug am Jupitermond Europa deuten immer
mehr auf eine flüssige Salzwasserschicht unter dem Oberflächeneis
des Mondes hin. Nur in einer elektrisch leitenden Schicht wie Salzwasser
kann durch die Bewegung Europas durch das Magnetfeld des Jupiters ein elektrischer
Strom induziert werden, der wiederum ein eigenes Magnetfeld um Europa herum
erzeugt. Dies wurde jetzt höchstwahrscheinlich gemessen. (Bericht
hier)
Faltenbildung auf Jupitermond Europa entdeckt Wissenschaftler gewinnen neue Aufschlüsse über Bildungsprozesse in der Eiskruste des Jupitermondes Wissenschaftler der John Hopkins Universität und der Brown Universität haben jetzt auf Aufnahmen der Jupitersonde GALILEO Anzeichen für Faltenbildung in der Eiskruste des Mondes Europa entdeckt. Dies deutet auf Regionen hin, in denen das Eis zusammengeschoben, verdichtet und in die Tiefe gedrückt wird. Bisher hatte man nur Stellen gefunden, an denen sich die Eiskruste geweitet und neues Material aus der Tiefe emporgestiegen ist, vergleichbar mit dem Mittelatlantischen Rücken. (vollständiger Bericht hier) Wo ist Galileo jetzt?
Dies ist ein Blick auf das Jupitersystem von oben. Die blaue Linie stellt die Flugbahn von Galileo dar; die Umlaufbahnen und Positionen der größten Jupitermonde (von innen nach außen: Io, Europa, Ganymed, Kallisto) sind entsprechend in anderen Farben dargestellt. Die Sonne und die Erde liegen in dieser Ansicht in Richtung nach oben (natürlich weit außerhalb).
Die Graphiken wurde mit dem
Solar
System Simulator erstellt und wird alle fünf Minuten aktualisiert
(bitte nachladen!).
Galileo-Wochenbericht für die Woche vom 28. August - 3. Sept. 2000 Galileo-Wochenbericht für die Woche vom 21. - 27. August 2000 Galileo-Wochenbericht für die Woche vom 14. - 20. August 2000 Galileo-Wochenbericht für die Woche vom 7. - 13. August 2000 siehe auch: Galileo-Homepage |